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In Bewegung kommen.

Offener Ganztag. Schulsozialarbeit. Projekte. Fortbildung.

Aktiv im Offenen Ganztag

Bewegung. Soziales Lernen. Inklusion

BeWEGEn!

… neue Ideen für die Praxis

Nix von der Stange.

Maßgeschneidert für Qualität!

Bewegen den GANZen Tag.

Raum für Erfahrungen, Bewegung, Kommunikation & Spiel

Unterstützen wo es nötig ist.

Gemeinsam handeln.

Das neue BeWEGEn!-Heft ist da!

Themen: Allgemein, Projekte/ #wir bewegen, Weiterbildung/ BeWEGEn!

wir, der VGS Köln e.V., bieten Ihnen zum Schuljahr 2019/2020 das 5. Mal eine interessante und abwechslungsreiche Fortbildungsreihe an: Von Zirkuspädagogik über Impact-Techniken bis zum Thema Kinderschutz ist alles dabei.
Ergänzt werden die Fortbildungen durch vielfältige Angebote für die Schulen vor Ort. Sie können pädagogische Arbeits-tage, Angebote zum Teambuilding, Prozessbegleitung oder Projekte zum sozialen Lernen bei uns buchen.

Besonders ans Herz legen möchten wir Ihnen unser Fortbildungsformat der #teamimpulse. Hierbei werden von Ihnen ausgewählte Inhalte an einem individuell vereinbarten Termin in Ihrer Einrichtung praxisbezogen und kompakt vorgestellt. Enthalten sind – neben Klassikern wie „Fordernde Elterngespräche“ oder Fortbildungen zum Sozialen Lernen – auch Angebote zur „(Kinder-) Partizipation“ sowie „Schwierige Gesprächsführung mit Kindern“.

Die freizeitpädagogischen Angebote des VGS Köln e.V. stellen ein besonderes Highlight dar. So können Sie mit uns und unserem Sportmobil auf #klasse fahrt gehen und Ihre Klassenfahrt zum unvergesslichen Erlebnis machen. Unsere Ferienangebote #walderlebnis und #applaus erleben (neu im Programm!) lassen Ihre Kinder Wald– und Zirkusluft schnuppern und schaffen ein außergewöhnliches Ferienabenteuer.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern.
Auch für Rückmeldungen und Fragen: Sprechen Sie uns gerne an!

Ihre Ansprechpartnerin
Hannah Mattar
Telefon 0221 888 253 33
Fax 0221 888 253 99
eMail bewegen@vgs-koeln.de

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 16. September 2019 at 18:19 | Themen: Allgemein, Projekte/ #wir bewegen, Weiterbildung/ BeWEGEn! | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Auch die Pescher dürfen sich ab sofort über Schulsozialarbeit freuen.

Themen: GGS Pesch, Schulsozialarbeit

Das Amt für Schulentwicklung hat nun endlich auch für die Ehrich-Ohser-Schule eine Stelle bewilligt. Erfreulicherweise hat zudem der VGS Köln e.V. den Zuschlag für diese Stelle erhalten, so dass wir unser Schulsozialarbeiterteam vergrößern konnten.
Zudem freuen uns, dass wir diese Stelle mit Frau Kemper besetzen konnten. Sie steht ab sofort Kindern, Eltern und allen Mitarbeitern der Schule als kompetente Fachkraft zur Verfügung.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 31. Juli 2019 at 16:06 | Themen: GGS Pesch, Schulsozialarbeit | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Bewärt und sinnvoll.

Themen: KGS Roggendorf, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen

#gekonnt streiten in der 3a und 3b
Wir alle wissen, dass Kinder es lieben miteinander zu spielen, herum zu rennen, zu toben und einfach ausgelassen mit einander umzugehen. Hierbei kommt es auch immer wieder zu Streitigkeiten und unfairem Verhalten gegenüber anderen. In einigen Fällen eskalieren diese Situationen, so dass diese in Konflikte, Gewalt und auch Tränen enden. Das Projekt VGS#gekonnt streiten widmet sich genau diesem Thema und versucht den Kindern zu vermitteln, wie sie eigenverantwortlich Konflikte lösen können. Hierzu wird in dem Projekt die Friedenstreppe eingeführt, mit dem Ziel, dass die Kinder diese am Ende des Projektes selbständig anwenden können.

Die Friedenstreppe ist eine Mediationsmethode mit der Kinder nach einer gewissen Übungsphase alleine Streitigkeiten lösen können. Sie beginnt mit der ersten Stufe, wo beide Kinder Ihre Sicht des Streites schildern. Auf der zweiten wiederholt dann jeder das, was er vom Gegenüber verstanden hat, ohne dabei seine eigene Sicht noch einmal zu nennen. Anschließend wird gemeinsam nach Lösungen gesucht und wenn welche gefunden worden sind, reichen sie sich die Hände und vertragen sich. Als Hilfestellung für die Schüler gibt es eine ausfaltbare Friedenstreppe, auf der beide Konfliktpartner aufeinander zugehen.

Das Projekt umfasste acht Doppelstunden, in denen die Kinder verschiedene Methoden erprobten, um die Friedenstreppe zu verstehen und anzuwenden. Die ersten drei Einheiten wurden der kindgerechten Einführung in das Thema gewidmet. Es sollte Freude und Spaß am Projekt vermittelt und mit Hilfe von Streitgeschichten und Clownsszenen verdeutlicht werden, wie Konflikte entstehen, dass diese zum Leben dazu gehören und wie man diese lösen kann. Als Hilfestellung wurde direkt zu Beginn die Friedenstreppe eingeführt. Ab der zweiten Stunde hatten die Kinder die Möglichkeit mit Hilfe von uns Pädagogen diese anzuwenden, um bestehende Konflikte zu lösen. Es wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass die Regeln des Miteinanders eingehalten werden. So wurde Beispielsweise die Stoppregel wiederholt. Eine Methode, die es möglich macht, Konflikte aktiv zu vermeiden. Außerdem war uns wichtig die Gesprächsregeln „Ich höre zu und lasse andere ausreden“ und „Ich verletzte niemanden, auch nicht mit Worten oder Gesten“ zu etablieren. Damit alle Kinder während der Auflösung eines Konfliktes mitwirken konnten, haben wir in der zweiten Stunden zwei Karten eingeführt, die die Kinder zeigen sollten sobald sich ein Konfliktpartner nicht an die Regeln hält – die „Höre-zu“ und „Sei-nett“ Karten. Damit war der Grundstein für die Anwendung der Friedenstreppe gelegt.

In der vierten und fünften Einheit haben sich die Kinder viel mit dem Thema Gefühle beschäftigt. Es wurden die Grundgefühle genannt, beschrieben und die Kinder konnten sich spielerisch damit auseinandersetzen. Außerdem gab es eine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation. Durch Spiele und Übungen haben die Kinder den Unterschied zwischen Giraffen- und Wolfssprache verstanden. Sie sollten diesen Sprachstil auch in der nächsten Stunde direkt mit Hilfe der Friedentreppe anwenden. Auf der ersten Stufe sollten sie nun mit dem Satz „Ich fühle mich…“ starten. Auf der zweiten Stufe den Satzanfang „Ich habe verstanden, dass…“ und auf der dritten Stufe „Ich wünsche mir…“ anwenden. Es wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass Ich-Botschaften gesendet werden. Um die Kinder noch mehr zu motivieren die Mediationsmethode der Friedenstreppe eigenständig zu benutzen, wurden nun Kinder als Konfliktlotsen eingesetzt.

In der sechsten und siebten Einheit setzten sich die Kinder mit Hilfe von Kindergeschichten und Bewegungsübungen mit dem Thema Empathie auseinander. Es sollte das Gefühl von Ausgrenzen und „Nicht-dazu-gehören“ vermittelt werden. Die Schüler sollten lernen sich in Andere hineinzuversetzen und spüren wie sich diese in verschiedenen Situationen fühlen. Um dieses Thema zu intensivieren und besser Lösungen für einen Streit zu finden, haben wir uns noch näher mit dem Gedanken des Perspektivwechsels beschäftigt. In der letzten Einheit wurde zunächst das gelernte Wissen in Form von einem Quiz abgefragt und im Anschluss die Friedentreppen für die Hosentasche gebastelt.

Der Aufbau der einzelnen Einheiten war immer ähnlich. Zu Beginn jeder Stunde gab es kleine Spiele (z.B. „Ich bin Joe und ich arbeite in einer Knopffabrik“; „Zeitungsschlagen“; „Evolutionsspiel“; „Kissenwettrennen“). In Form des Daumenblitzlichtes wurde nach dem Befinden der Schüler und Schülerinnen gefragt, bevor diese die Möglichkeit hatten ihre Konflikte mit Hilfe der Friedenstreppe zu lösen. In der Arbeitsphase haben wir uns sowohl theoretisch als auch spielerisch mit den Stundeninhalten auseinandergesetzt (z.B. 1, 2, 3 Stopp; arbeiten mit Gefühlsmonsterkarten; Clownsszenen; Bewegungsspiele zur GfK; Empathieübungen; Fußball-voll-kacke-oder doch nicht???; Bilder zu optischen Täuschungen und vieles mehr). Zur Verbesserung der Konzentration wurden immer wieder kleine „Lockerungs- und Bewegungspausen/-spiele“ eingeflochten. Neben der Anwendung der Friedenstreppe, hat sich als weiterer roter Faden zum Ende jeder Einheit die die Schatzsuche auf der Pirateninsel angeboten. Diese Kooperationsspielreihe sollte das WIR-Gefühl der Klasse stärken, die Kommunikation und Lösungsfindung verbessern und natürlich Spaß machen.

Das Feedback der Kinder war durchweg positiv. In der Projektabschlussreflexion war Gelegenheit Rückmeldungen zum Projekt zu geben. Hier einige Originalzitate:„ Das Projekt hat viel Spaß gemacht“; „Schade, dass ihr geht!“; „Es war schön, dass wir nicht gelernt, sondern nur gespielt haben…“; „Ich hoffe ihr kommt uns mal besuchen“; „Danke, dass ich jetzt Streit lösen kann“.

Fazit
Das Projekt hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und wurde gut angenommen. In der abschließenden Reflexion und Projektevaluation mit Lehrern und pädagogischen (Fach-) Kräften äußerten sich alle durchweg positiv. Sie berichteten, dass sich die Streitkultur und auch das Miteinander in ihren Klassen zum Besseren verändert haben; Konflikte eskalieren nicht mehr so schnell und werden nun auch konstruktiver gelöst. Leider fehlt uns ein Elternfeedback, welches das Bild abrunden würde. Das Projektziel wurde somit insbesondere durch den bewegten Ansatz erreicht.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 31. Juli 2019 at 15:09 | Themen: KGS Roggendorf, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Kräfte messen. Sich auspowern. Kooperieren.

Themen: KGS Roggendorf, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen

Ringen und Raufen geht nun in die dritte Runde.
Kinder, die sich gerne streiten, die körperliche Auseinandersetzung suchen oder einfach nur Raufbolde sind, sind hier genau richtig. Sie werden von Lehrern, Pädagogen und der Schulsozialarbeiterin ausgesucht. Idee dieses Projektes ist Kinder zu unterstützen, sich mit Worten auseinanderzusetzen, anstatt Konflikte mit der Faust zu lösen.
Unsere Schulsozialarbeiterin und ein ausgebildeter Sportwissenschaftler arbeiten hier partizipativ mit den Kindern in der Turnhalle an ihrem Verhalten. Die Kinder werden körperlich aktiv, lernen Gefühle und ihren Gemütszustand auszudrücken und Niederlagen hinzunehmen. Sie werden dabei unterstützt ihre Wut in den Griff zu bekommen und sich an Regeln zu halten.
Den Anfang einer jeden Stunde bildet das Daumenblitzlicht-Die teilnehmenden Kinder haben hier die Möglichkeit über ihre Probleme zu sprechen und Hilfe von anderen Kindern anzunehmen. Danach werden die Kinder mit kleinen Spielen warm bevor sie auf die Matte gehen um ihre Kraft und Power mit Kampfesspielen nach Regeln rauszulassen. Den Abschluss bildet ein Kooperationsspiel.

Wir freuen uns auf den neuen Start der AG.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 31. Juli 2019 at 15:02 | Themen: KGS Roggendorf, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


UfoVoice Chor

Themen: GGS Worringen, Offene Ganztagsgrundschulen

Der UfoVoice Chor existiert seit dem Sommer 2016. Damals wurden er bekannt durch das Lied „Gemeinsam sind wir stark“. Mittlerweile ist der Chor ein fester Bestandteil des AG-Konzeptes des Offenen Ganztags.
Den ersten großen Auftritt hatte der Chor beim Prinzenempfang 2017.Ein Medley aus verschiedenen „Kölschen Liedern“ begeisterte nicht nur das Publikum sondern auch Prinz Dominik I. In der Folgezeit wurde das Repertoire erweitert und weitere Auftritte absolviert. Beispielsweise im Worringer Altenzentrum Elisabeth-von-Thüringen Haus in der Wohngruppe „Alter Bahnhof“ oder zum Schuljahresabschluss vor Kindern und Eltern der OGTS.
Leider musste der Chor sich zu Schuljahresende von einigen guten Sängern verabschieden.
Der Chor fiebert nun im neuen Schuljahr in neuer Zusammensetzung seinem nächsten Auftritt entgegen.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 31. Juli 2019 at 11:02 | Themen: GGS Worringen, Offene Ganztagsgrundschulen | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Nun schon im vierten Jahr!

Themen: GGS Neubrück, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen

#gekonnt streiten mit der Friedenstreppe
Wer kennt das nicht: Immer da, wo viele Menschen auf engem Raum aufeinander treffen, entstehen häufig Konflikte, die eskalieren können. Kinder lieben es miteinander zu spielen und zu toben. Dabei kann es auch immer mal wieder zu Streitigkeiten und unfairem Verhalten anderen gegenüber kommen. Wie können Konflikte im Klassenverband eigenverantwortlich gelöst und eine altersgerechte Konfliktlösekultur erarbeitet und etabliert werden?
Das Projekt VGS#gekonnt streiten beschäftigt sich mit einer intensiveren Wahrnehmung der eigenen Gefühlen, einem angemessenen Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Wut, der Entwicklung von Empathie und verfolgt damit das Ziel, Kinder zum eigenverantwortlichen Lösen von Konflikten zu befähigen. Hierzu wird die Friedenstreppe mit dem Ziel der selbstständigen Anwendung durch die Kinder eingeführt und durch abwechslungsreiche bewegte Spiele und Übungen zu den Themen Gefühle, Grenzüberschreitungen, Giraffen- und Wolfssprache, Zuhören und Empathie ergänzt.
Die Kinder der Affen- und Löwenklasse der GGS Europaring haben im Winter 2018/2019 in sechs Doppelstunden zusammen mit der Schulsozialarbeiterin der katholischen Jugendagentur und einem #wir bewegen Coach des VGS die Friedenstreppe zur Konfliktklärung erarbeitet und angewendet.
Zum Ende jeder Stunde gab es die große „Team-Challenge“, mit dem Ziel das Wir-Gefühl der Klasse zu stärken und die Kommunikation und Lösungsfindung zu verbessern. In einer Reflexionsrunde wurde von den Kindern Interessantes, Gelerntes und in den Alltag Übertragbares benannt. Abgeschlossen wurde jede Einheit mit dem Ritual „123 – Streit vorbei!“.

In einer großen #gekonnt streiten Schnitzeljagd konnten die Kinder der Affen- und Löwenklasse nach einigen Wochen Pause vom Projekt zeigen, welche Inhalte bei ihnen hängen geblieben sind. So wurden gute Strategien im Umgang mit Wut aufgezählt, Gefühle anhand von Mimik benannt, durch aktives Zuhören Sachen erkannt und bunte Giraffen passend zu der Giraffensprache auf den Schulhof gemalt. Die Schnitzeljagd war ein großer Erfolg und zeigte, dass die Kinder sich nachhaltig an die Inhalte des Projekts erinnern und diese auch benennen und umsetzen können.
Fazit Das Projekt hat allen Beteiligten viel Spaß bereitet und wurde besonders durch die teilnehmenden Kinder gut angenommen. Ein durchweg positives Feedback gab es in der abschließenden Reflexion und Projektevaluation von Lehrerkräften und pädagogischen (Fach-) Kräften. Die Friedenstreppe wurde fest im Alltag der Kinder z.B. im Klassenrat etabliert und beeinflusst so nachhaltig die Streitkultur und auch das Miteinander in der Klassen.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 30. Juli 2019 at 18:16 | Themen: GGS Neubrück, Projekte/ #wir bewegen, Soziales Lernen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Die KGS Neubrück geht in den Wald

Themen: KGS Neubrück, Offene Ganztagsgrundschulen

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über das Osterferienprogramm an der KGS Andreas-Hermes-Straße.
Kinder der OGS lernen die Vogelweld kennen.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 30. Juli 2019 at 17:53 | Themen: KGS Neubrück, Offene Ganztagsgrundschulen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


Jetzt auch in Merheim!

Themen: KGS Merheim, Projekte/ #wir bewegen, Schulsozialarbeit, Soziales Lernen

#gemeinschaft organisieren
Was wünscht ihr euch im Miteinander? Und welche Erwartungshaltung habt ihr gegenüber euren Mitschülern? Mit diesen Fragen im Gepäck starteten wir im Januar 2019 das Pilotprojekt VGS#gemeinschaft organisieren.
Das Pilotprojekt sollte eine (zusätzliche) Alternative zum Präventivprojekt VGS#wirbewegen in Stufe 2 bzw. als Projekt zur Krisenintervention darstellen, das bei Bedarf in allen Jahrgängen durchgeführt werden kann.

Die zentrale Idee des Projektes ist es gemeinsam mit allen Beteiligten Regeln für das Miteinander zu erarbeiten und durch die konsequente Umsetzung langfristig ein besseres Miteinander in der Klasse zu erreichen.

In der aktiven Projektphase wurde deutlich, dass es zwar nicht grundsätzlich ein Problem mit Regelverstößen gab, jedoch eine kleinere Gruppe von Kindern immer wieder in Konflikte und Streitigkeiten gerieten. Die dadurch bedingte Häufung von Konflikten wirkte sich negativ aufs gesamte Klassenklima aus.
In der Anfangsphase des Projektes wurde beim Sammeln von „unfairem Verhalten“ in der Klasse deutlich, dass neben den Streitigkeiten und Konflikten zudem vor allem das Ausgrenzen von einzelnen Kindern ein Thema war. Ebenso war das Gemeinschaftsgefühl nicht so gut ausgeprägt, sodass es immer wieder zu Grüppchenbildung kam, wobei Kinder gezielt ausgeschlossen wurden. Die Kinder hatten zudem noch Schwierigkeiten das eigene Bedürfnis der Schnellste oder Beste zu sein für das Gemeinschaftsgefühl und eine gemeinschaftliche Lösung zurück zu stellen. Es wurden dann für die von den Kindern genannten Verhaltensweisen Regeln entwickelt:

  • Ich verletzte niemandem! Auch nicht Worten oder Gesten. Kein Spaß auf Kosten anderer!
  • Ich höre zu und lasse andere ausreden.
  • Ich bringe mich selbst und andere nicht in Gefahr.
  • Ich achte eigenes und fremdes Eigentum.

Diese wurden dann im nächsten Schritt festgelegt, mit den inhaltlichen Vorstellungen der Kinder gefüllt und durch einen gemeinsamen Zustimmungsprozess mit grünen und roten Filzlappen beschlossen.
Nach dem Erstellen den Regeln wurden diese durch Spiele erlebbar und erfahrbar gemacht. Dadurch blieben die Regeln den Kindern gut im Gedächtnis.
Anschließend wurde mittels Rollenspielen und weiteren Methoden das Thema Ausgrenzen erarbeitet und Handlungsalternativen für die Kinder entwickelt. Dadurch entstand eine „Schatztruhe gegen das Ausgrenzen“, die metaphorisch durch Gegenstände visualisiert und im Sinne der Nachhaltigkeit auch im Klassenraum durch ein Foto aufgegriffen wurde.
Damit wurde gleichzeitig die Erprobungsphase eingeleitet, in der die Lehr- und pädagogischen (Fach-) Kräfte aus dem Nachmittag im Sinne der Nachhaltigkeit für den Alltagstransfer und die Auseinandersetzung mit dem Thema verantwortlich sind. Dazu wurden die visualisierten Regeln in der Klasse aufgehängt. Außerdem wurden in Gesprächskreisen, sowie im gesamten Alltag immer wieder thematische Impulse gesetzt.

Die Abschlussstunde wurde als komplette Kooperationseinheit geplant, um das Gemeinschaftsgefühl der Klasse zu stärken und die Arbeit im Team zu fördern. Dabei hatten die Kinder großen Spaß, es wurde jedoch deutlich, dass dies den Kindern auch weiterhin noch schwer fiel, sodass als Evaluationsstunde eine weitere Stunde zur Kooperation gestaltet wurde.
Im Sinne der Nachhaltigkeit führte die Klassenleitung weiterhin Kooperationsspiele durch und thematisierte die Regeln und „Schatztruhe gegen das Ausgrenzen“ im schulischen Alltag wie z.B. im Klassenrat.

Zu Beginn des Projekts wurden die Eltern durch Elternbriefe über das Projekt, die Regeln und das Miteinander informiert und zum Austausch eingeladen. Positiv waren auch die Rahmenbedingungen und die Kooperation mit der Schule, die dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber stand.

Fazit:
Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass die intensive Arbeit mit der Gruppe zu einer für viele Kinder spürbaren Verbesserungen geführt hat. Durch die partizipative Regelfindung und konsequente Umsetzung dieser hat die Häufigkeit von destruktiven Streitsituationen stark abgenommen. Auch das Ausgrenzen hat aus Sicht der Kinder und pädagogischen Kräfte abgenommen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde für einen Einzelfall nach dem No-blame-approach eine Unterstützergruppe installiert, sodass auch auf individueller Ebene das Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für das Gegenüber gestärkt wurden.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 30. Juli 2019 at 17:40 | Themen: KGS Merheim, Projekte/ #wir bewegen, Schulsozialarbeit, Soziales Lernen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


#wir bewegen in Merheim

Themen: KGS Merheim, Projekte/ #wir bewegen, Schulsozialarbeit, Soziales Lernen

Wie wollen wir miteinander umgehen? Und was braucht es dazu? Wie wollen wir unser Miteinander gestalten? Mit diesen Fragen im Gepäck starteten wir in der Klasse 2b der KGS Fußfallstraße gemeinsam das Pilotprojekt VGS#wir bewegen. Dabei waren die Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung jedes einzelnen Kindes auf der einen und das Zusammenwachsen der Klasse als Gruppe auf der anderen Seite die zentrale Idee des Projektes.

Das Projekt war als Pilotprojekt angelegt und sollte die Bedarfe der Schule im Hinblick auf ein präventives und im Schulprogramm fest verankertes Sozialtraining ermitteln. Das Projekt wurde in Jahrgangsstufe 2 verortet, da die beteiligten Pädagoginnen diesen Zeitpunkt als guten Startpunkt für das sozial-emotionale Lernen im Rahmen eines Projekts einschätzten.
In der Anfangsphase lag der Schwerpunkt darauf, das Miteinander in der Gruppe zu beobachten und den Kindern Lust darauf zu machen an gemeinsamen Themen zu arbeiten. Mit Hilfe von bewegungsorientierten Einheiten und Clownszenen mit sich anschließenden kurzen Reflexionsphasen konnten die Kinder praktisch erleben und herausarbeiten, welche Dinge in der Klasse schon gut funktionieren und welche Dinge sie in der Klassengemeinschaft noch angehen möchten.

In sieben Einheiten von je 90 Minuten standen wöchentlich die aktuellen Themen der Gruppe im Fokus. Geleitet wurden die Stunden von zwei #wir bewegen Coaches, sodass die Klassenleitung die Beobachterrolle wahrnehmen konnte. Im direkten Anschluss an die Projektstunde wurde das Erlebte von allen Beteiligten gemeinsam reflektiert und gleichzeitig das Thema für die nächste Stunde festgelegt. Die Eltern wurden während der Projektlaufzeit durch einen Elternbrief zum Projektstart informiert und zum Austausch eingeladen.
Im weiteren Projektverlauf einigte sich die Gruppe darauf, dass sie daran arbeiten wollen auf die Gefühle untereinander Rücksicht zu nehmen und wertschätzend miteinander zu kommunizieren. Dazu galt es die Vielfalt der Gefühle kennenzulernen und auch einzuüben, Gefühle von anderen wahrzunehmen. Es wurden verschiedene Sozialformen gewählt, um eine offene Gesprächskultur zu etablieren, in denen jedes Kind offen seine Gefühle zeigen kann. Die Übungen zur Wolfs- und Giraffensprache bereiteten den Kindern großen Spaß, sodass diese schnell in Konfliktsituationen angewendet wurde.
Zum Ende jeder Stunde war jedes Mal ein Kooperationsspiel das Highlight für die Kinder. Dabei wurde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Kinder lernten, dass es nicht darauf ankommt allein zu gewinnen, sondern vielmehr gemeinsam als Klasse Lösungen zu finden und gut im Team zusammen zu arbeiten.

Zum Abschluss des Projekts standen besonders die ausführliche Reflexion der vergangenen Stunden sowie die Nennung von Zielen für die Zukunft im Fokus.
Die Klassenleitung betonte, dass die eine veränderte Stimmung in der Gruppe entstanden sei. Es gebe weniger Streit, welcher dann überwiegend mittels wertschätzender Kommunikation gelöst werden konnte. Bei Arbeit im Team bzw. Klassenverband sei mehr Unterstützung aller Kinder im Sinne der Klassengemeinschaft spürbar. Insgesamt sei der Kontakt untereinander verbessert, sodass auch unabhängig von festen Spielgruppen vermehrt andere Kinder integriert worden.
Die Nachhaltigkeit des Projekts wurde durch Visualisierung der Projektinhalte in Form von Plakaten im Klassenraum unterstützt. Themen und Spiele sowie Reflexionsmethoden wurden im Alltag z.B. Klassenrat integriert. Das Thema Gefühle wurde durch die Gefühlsampel im Klassenzimmer als fester Bestandteil des Classroom-Managements weiter geführt.

In der Evaluationsstunde zum Projekt wurde der bereits im Projekt angeregten Fähigkeit zur Kooperation gewidmet, sodass eine komplette Stunde diesem Thema gewidmet wurde. Hierbei wurde eindrucksvoll deutlich, dass die Klasse nun besser miteinander arbeitete und sich gemeinsam an der Suche nach Lösungen beteiligte, wobei alle Kinder einbezogen wurden.

Fazit:
Da das Projekt als Pilotprojekt angelegt war, lässt sich festhalten, dass der Zeitpunkt der 2. Klasse gut gewählt wurde, da die Kinder sich gut auf die Inhalte einlassen konnten und ihr Verhalten gut reflektierten. So konnte ein Lernprozess entstehen. Ein präventives im Schulprogramm verankertes Projekt erscheint nach den bisherigen Erfahrungen sinnvoll. Die Klassenleitung gab positives Feedback zur Veränderung ihrer Klasse. Die Klasse arbeitete motiviert an den entstandenen Themen mit. Die Offenheit des Projekts und die bewegungsorientierte Methodik trugen positiv zur Motivation der Kinder bei, sodass sie mit Freude und Eifer mitarbeiteten.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 30. Juli 2019 at 17:28 | Themen: KGS Merheim, Projekte/ #wir bewegen, Schulsozialarbeit, Soziales Lernen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren


#gemeinschaft organisieren

Themen: GGS Höhenberg, Projekte/ #wir bewegen

Was wünschen sich Kinder im Miteinander? Welche Erwartungshaltung haben sie gegenüber ihren Mit-schülern? Und was möchten Kinder an Unterstützung von Erwachsenen für ein besseres Miteinander be-kommen? Mit diesen Fragen starteten wir in der Klasse 1c der GGS Weimarerstraße in Köln Höhenberg in das Projekt. Gemeinsam haben wir uns – „mit den ersten Antworten der Kinder im Gepäck‟ – auf den Weg gemacht zu einem zufriedeneren Miteinander. Dies sollte durch eine intensive spielerische sowie erlebnis-pädagogische Auseinandersetzung mit dem Thema Regeln gelingen. Spaß und Bewegung sollten allerdings auch nicht zu kurz kommen. In diesem Fall hatten wir als Besonderheit das große Glück, das Projekt über das gesamte zweite Schulhalbjahr anbieten zu können. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Themen auch außerhalb der Gruppenstunden zu vertiefen und mit Wochenaufgaben weiter daran zu arbeiten. Dies ermöglichte eine aus unserer Sicht intensive und nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema.
Schon bevor die Kinder überhaupt den Raum betreten durften, haben wir sie mit einem Kniff als Ritual aus dem theaterpädagogischen Bereich auf das Projekt eingestimmt – der so genannte Konzentrations-schalter. Die Schauspieler, hier in diesem Falle die Kinder, legten einen imaginären Schalter im Kopf um, bevor sie die Bühne/ den Projektraum betreten. Mit diesem Schalter wird der Alltag ausgeschaltet und der Kopf für die Bühne/ Stunde frei.

In der Anfangs Phase war es unser Ziel, uns – gemeinsam mit den Kindern – ein erstes Bild von dem Mit-einander in der Klasse zu machen und bei allen Beteiligten das Interesse für die Projektinhalte zu wecken. Aber auch die Abläufe und Strukturen, die für einen reibungslosen Ablauf einer Projektstunde nötig sind, wurden etabliert. Im Anschluss daran haben wir mit der Gruppe zu Wahrnehmungsthemen wie z.B. Ver-trauensübungen mit verbundenen Augen gearbeitet. Ziel war es, sich selbst und andere besser wahrzu-nehmen und die eigenen Sinne zu schärfen. Viele Übungen (u.a. Clownszenen) kamen aus dem Bereich Theaterpädagogik.
Danach folgte eine Phase der Regelerarbeitung und der praktischen Auseinanderset-zung mit dem Thema. Folgender Einstiegsfragen haben wir uns dabei bedient: Wo begegnen euch Regeln im Alltag? Welche Erfahrungen mit dem Thema habt ihr bereits? Die Phase der konkreten Regeler-arbeitung wurde durch die Ausgangsfrage Welches Mitschülerverhalten stört mich? eingeleitet.
Nach dem partizipativen Teil des Regelprozesses schloss sich eine längere Phase an, wo wir mit den Kindern in den Dialog gegangen sind und uns mit jeder Regel einzeln inhaltlich intensiv auseinander gesetzt haben. Mit diesem Vorgehen wollten wir sicherstellen, dass bei den Kindern die nötige inhaltliche Klarheit im Um-gang mit Regeln entsteht, um die zentrale Frage zu klären: Was bedeutet die Regel für mein Handeln? Was fällt eigentlich alles unter diese Regel? Was bedeutet diese konkret? Und: Wie kann ich Regelbrüche ver-meiden?
Mit diesen und anderen Fragen setzten wir uns in unzähligen kurzen Gesprächs- und Reflexionsrunden aus-einander und machten diese durch spielerische Methoden konkret erfahrbar.

Auf folgende Regeln haben sich die Kinder geeinigt:

  • Ich bringe mich selbst und andere nicht in Gefahr.
  • Ich höre zu und lasse andere ausreden.
  • Ich achte eigenes und fremdes Eigentum.
  • Ich verletze niemanden auch nicht mit Worten oder Gesten.
  • Bei STOPP ist Stopp! Ich sage deutlich, wenn mir etwas zu viel wird.

Darüber hinaus haben wir parallel intensiv am Klassenklima gearbeitet. Wir haben besprochen und reflek-tiert, wie wertschätzender Umgang funktioniert und haben durch Wochenaufgaben, wie z.B. mit der Me-thode Mein heimlicher Freund (Jeder hat einen heimlichen Freund, dem er heimlich im Verborgenen eine Woche lang etwas Gutes tut) diesen Prozess unterstützt.
Nach jeder Projektstunde wurde mit den Pädagogen vor Ort gemeinsam reflektiert. Diese Termine haben alle Beteiligten regelmäßig wahrgenommen. Hier wurde gemeinsam besprochen, wie die Situationen in den Projektstunden wahrgenommen wurden und wie es im Projekt praktisch weitergeht. Auch wurde hier ver-einbart, in welcher Form die Teams aus Vor- und Nachmittag in der Erprobungsphase selbst aktiv werden, um das Projekt fortzusetzen.
In der Erprobungsphase wurde deutlich, dass es von gemeinsam Regeln aufstellen zu einem Mitei-nander nach diesen Regeln kein leichter Weg ist. Aus diesem Grund haben wir die Klasse in der Gruppen-stunde am Freitagnachmittag im Offenen Ganztag weiterhin begleitet. Hier konnten sich die Kinder über ihre Erfahrungen im Umgang mit den neuen Regeln austauschen und mit Hilfe von spielerischen Kooperati-onsaufgaben (verschiedene Lauf- und Fangspiele wie z.B. Schlafendes Ungeheuer) in einem geschützten Setting üben.
In der anschließenden Evaluationsstunde haben wir die pädagogischen Fachkräfte und die Kinder ge-fragt, was durch das Projekt anders geworden ist. Aus Sicht der Kinder haben sich „Der Gruppenzusam-menhalt“, „Weniger Streit“, „Schlagen“, „Fast kein Streit mehr“ und „Das Miteinander in der Gruppe“ ver-ändert. Die Wahrnehmung der Kinder wird auch von den beteiligten Pädagogen geteilt. Sie stellten fest, dass es „mehr Zusammenhalt in der Gruppe“ gibt, die Kinder „besser aufeinander eingehen“ und das „Klä-rungsprozesse untereinander“ jetzt häufiger stattfinden. Dennoch lässt sich die Frage der Nachhaltigkeit zu diesem Zeitpunkt nicht abschließend beantworten.
Positiv waren auch die Rahmenbedingungen in der Offenen Ganztagsschule in Höhenberg. Der für das Projekt genutzte Psychomotorik Raum war für das Projekt optimal. Leider war die angesetzte Zeit von einer Schulstunde pro Woche viel zu kurz. Empfehlenswert wäre mindestens eine Zeitstunde, besser noch eine Doppelstunde.
Fazit:
Das Projekt wurde von allen Beteiligten gut angenommen. In der abschließenden Reflexion und Projekteva-luation äußerten sich alle Beteiligten positiv. Die Kinder berichteten, dass sich das Gruppenklima durch das Projekt gefühlt verbessert hat und dass die Zahl der Konflikte reduziert wurde. Der bewegungsfreudige Ansatz, der durch theaterpädagogische Methoden ergänzt wurde, entsprach den Bedürfnissen der Kinder. Die im Vorfeld angestrebten Projektziele wurden, soweit mit unseren Methoden überprüfbar, erreicht.

Autor Stephanie Stangier | Veröffentlicht am 30. Juli 2019 at 17:17 | Themen: GGS Höhenberg, Projekte/ #wir bewegen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | Beitrag kommentieren